pressespiegel

Augsburger Allgemeine

Neues aus der Rockmanufaktur
Hermann Skibbe, Harry Reischmann und Werner Saumweber machen eigentlich nur aus Spaß zusammen Musik. Dafür aber richtig erfolgreich. Jetzt stellen sie ihre dritte CD vor

Burgau Es war einmal ein undefiniertes Geräusch aus dem Probenraum ein Stockwerk tiefer. So fängt tatsächlich die Geschichte der Skibbe-Band an. Eine Geschichte, bei der der Zufall drei gestandene Musiker zusammengeführt hat. Die Geschichte ist noch recht kurz, denn Hermann Skibbe, Harry Reischmann und Werner Saumweber machen erst seit zweieinhalb Jahren gemeinsam Musik. Ein Zeitraum, in dem so manche Garagenband gerade erst die ersten kleinen Gigs gespielt hat. Doch bei der Skibbe-Band ist das alles ein kleines bisschen anders – denn hier sind Profis am Werk. Und die haben nicht nur ihre mittlerweile dritte gemeinsame CD eingespielt, sondern auch sonst noch eine ganze Menge vor.

Aber zurück zum Anfang der Geschichte und zu dem Geräusch aus dem Nachbar-Probenzimmer. Hermann Skibbe, Musiker, Komponist und Produzent, der musikalisch wirklich schon viel gehört hat, vernahm es während seiner Probe mit „Härte 2010“ und wunderte sich. Und lernte schnell den Verursacher jenes Geräuschs kennen: Harry Reischmann, der als Schlagzeuger sein Geld verdient. Über Facebook kam man dann ins Gespräch und traf sich schließlich zum Jammen. „Wir haben vier Songs zusammen gespielt – und das klang so geil“, sagt Werner Saumweber. „Wir hatten alle ein fettes Grinsen auf dem Gesicht“, erinnert sich Harry Reischmann. Es hat einfach gepasst – so werden große Rockbands geboren.

„Eigentlich war da kein großer Plan dahinter“, erklärt Hermann Skibbe. Die beiden Profimusiker und Werner, der noch einen „normalen“ Job hat, wollten einfach ihre eigene Musik machen, abseits von Auftragskompositionen, Touren und Schlagzeugunterricht. Aber die Profis wären keine Profis, wenn sie das Projekt „Skibbe-Band“ nicht ordentliche auf die Füße stellen würden – Rockmanufaktur statt Garagenband eben. „Bei Gebrauch schütteln“ hieß das erste Studioalbum, „Live und in Farbe“ entstand im vergangenen Jahr bei einem Auftritt in München. Und in den vergangenen Monaten wurde akribisch an „Skibbe III“ gearbeitet. Entstanden ist dabei auch schon ein Musikvideo: "1200 Freunde", gedreht in Neuoffingen.

Der Aufwand hat sich gelohnt: Die Songs von „Skibbe III“ gehen dahin, wo Rockmusik hin muss: direkt in den Bauch. Sie sind hart genug, um live richtig Spaß zu machen, und sind melodisch interessant genug, dass man sie sich auch zu Hause gerne in den Player legt. Und das Hinhören auf die Texte lohnt sich – im Gegensatz zu manch bereits chartplatziertem Rock – durchaus auch.

Die Rockfabrik Skibbe kommt mit ihrem Produkt an: Die Band war erst vor Kurzem im Bayerischen Fernsehen zu Gast, spielte die Musik für die neuen Werbespots der Firma Alko mit Extremsportler Joey Kelly, rockt auf der neuen CD mit Bayern 3 Multikultmoderator Bernhard Fleischmann und ist nächste Woche beim Donaufest in Ulm Gast beim Bayerischen Rundfunk (20.15 Uhr). Am 11. August besuchen sie ab 20 Uhr bei Radio Bayern 3 „Schwabeneder and friends“. Und das Intro ihrer Show spricht nicht irgendwer, sondern Schauspieler Sky du Mont , der Bösewicht aus den Bully Herbig-Filmen.

Der ist zwar nächste Woche bei der CD-Präsentation im Waldwinkel an der Heidenheimer Straße nicht anwesend, aber hören kann man ihn zumindest aus der Konserve. Was er dann erzählen wird? Das ist eine ganz andere Geschichte. Eins ist sicher: Auch da wird es jede Menge interessante Geräusche geben – nicht nur von Drummer Harry Reischmann...

Die neue CD „Skibbe III“ gibt es bei der CD-Release-Party im Günzburger Waldwinkel an der Heidenheimer Straße am Samstag, 14. Juli, um 21 Uhr. Bestellen kann man das Album auch über die Internetseite der Band – von dort geht es auch direkt zum Download über die Plattformen Amazon, itunes und Musicload.

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